20.04.2017

Blogeintrag 20.04.2017

Wir sind seit Dienstag wieder aus den Osterferien zurück und es hat sich schon viel getan!

In der Woche vor Ostern hatten wir schon drei Termine in verschiedenen Einrichtungen, um das Projekt Jugend & Amber vorzustellen. Als erstes kamen wir ins Haus Sandro im 10. Bezirk, wo wir in einem angenehmen Gespräch bei Kaffee und Kuchen die Betreuerinnen kennenlernen durften. Da das Haus Sandro nicht allzu viele Bewohner hat und hausintern auch das Interesse bestand, sich mit anderen Unterkünften auszutauschen, wurde beschlossen, dass die Workshops auch zusammen mit Bewohnern anderer Häuser durchgeführt werden würden. Für’s Erste sind wir so verblieben, es bleibt also spannend.

Direkt am nächsten Tag hatten wir die Gelegenheit Jugend & Amber in der Teamsitzung des SOS-Kinderdorfs im 12. Bezirk zu präsentieren. Dort stießen wir zu unserer Freude auf ein sehr engagiertes Team und großes Interesse. Wir konnten direkt den ersten Termin für den ersten Workshop ausmachen, der inzwischen auch schon stattgefunden hat – dazu später mehr.

Am Donnerstag waren wir schließlich zu Besuch in den Caritas Wohngemeinschaften Manou am Areal des orthopädischen Spitals Speising. Auch dort konnten wir bei der freundlichen Leiterin Interesse wecken und auch einen Kontakt zu einer weiteren Unterkunft in Maria-Enzersdorf herstellen. Da viele der Bewohner abends in die Schule gehen, werden hier die Workshops vermutlich erst über die Sommerferien abgehalten, sodass so viele Jugendliche wie möglich von ihnen profitieren können. Wir bleiben also in Kontakt.

Nach den Osterferien ging es direkt zu unserem ersten Workshop-Termin im SOS-Kinderdorf mit Workshopleiterin Diana und Dolmetscher Alem, wo wir den Bewohnern selbst, nicht nur den Betreuern, das Projekt präsentieren konnten. In einer kurzen Vorstellungsrunde in Form eines Spiels wurde bereits das erste „Kennenlern“-Modul angeschnitten. Das Spiel bestand daraus, sich zuerst selbst vorzustellen und anschließend seinen linken Nachbar, wobei man auch eine Qualität nennen soll, die man an diesem sehr schätzt. Bei einigen Antworten der Teilnehmer brach großes Gelächter in der Gruppe aus – es herrschte eine sehr angenehme, heitere Stimmung. Anschließend hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, Fragen zum Projekt zu stellen und ihre Meinungen und Wünsche dazu abzugeben. Dabei ist sehr positiv aufgefallen, dass die Jugendlichen sehr ehrlich sind und nicht einfach das sagen, wovon sie glauben, dass es von ihnen gehört werden will. Genau diese Atmosphäre ist nämlich sehr wichtig für uns, da wir in den Workshops ehrliches Kommunizieren und Zuhören anstreben. Diana und Alem haben ihnen hierbei auch ihre Verschwiegenheit garantiert: Alles was hier im Verlauf des Projekts gesagt wird, bleibt hier und nichts wird weitererzählt,  auch nicht den Betreuern. In dieser ersten Runde waren sowohl die Betreuer, als auch wir (Mariella und Louis) anwesend, was in der weiteren Modulreihe nicht mehr so vorgesehen ist, da sich keiner der Teilnehmer eingeschränkt fühlen soll, zu sagen, was er sagen möchte.

Anschließend ging es für uns mit Diana und Alem direkt in die Nachbesprechung, in der wir entschieden, wie die Workshops speziell für diese Gruppe aussehen werden. Zum Beispiel werden in Zukunft die Gruppen nach der jeweiligen Sprachen getrennt, was bei der ersten „Kennenlern“-Runde noch nicht der Fall war.

Diese Woche folgen noch weitere Termine, bei denen uns die Möglichkeit geboten wird, Jugend & Amber vorzustellen. Wir freuen uns darauf!

 

- Louis