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„Better Start“: Hilfe für Schwangere ohne Versicherung

Die Ambulanz „AmberMed“ des evangelischen Hilfswerks Diakonie und des Roten Kreuzes kümmert sich seit 2004 um unversicherte Menschen. Über das Projekt „Better Start“ konnten seit 2015 etwa 150 Frauen betreut werden.

AmberMed ermöglicht medizinische Versorgung für Menschen ohne Versicherungsschutz

Die Einrichtung AmberMed, ein Gemeinschaftsprojektdes Diakonie Flüchtlingsdienste und des Österreichischen Roten Kreuzes, bietet seit zehn Jahren medizinische Versorgung und soziale Beratung für Menschen ohne Krankenversicherung in Wien. Waren es im ersten Arbeitsjahr 2004 370 Menschen, die Behandlung in Anspruch nahmen, so waren es fünf Jahre später 2009 bereits 832Patienten. Im vergangenen Jahr behandelten. Ärztinnen und Ärzte bei AmberMed in etwa 1800 Frauen, Männer und Kinder.

AmberMed: Ein Angebot für Ehrenamtliche

Der praktische Arzt Wolfgang Kühnen ist schon in Pension. Dennoch ist er noch aktiv. Kühnen ist einer von 38 Allgemein- und Fachärzten, die unentgeltlich für AmberMed in der Oberlaaer Straße 300 arbeiten. Dort werden Menschen, die nicht krankenversichert sind, medizinisch versorgt. Kühnen sagt: „Ich wäre hier nichts – ohne die Übersetzerin und die Arztassistentin.“ Mariella Jordanova und Gertrude Halbertschlager arbeiten ebenso ehrenamtlich. Der Zulauf ist enorm. Weitere Ehrenamtliche erbeten!

AmberMed: Ein Ambulatorium für Arme

Gut 100.000. Schätzt Armutsexperte Martin Schenk. So viele Menschen sind in Österreich nicht krankenversichert. Und wenn sie krank werden? In Wien fahren sie z. B. mit dem Bus an den südlichen Stadtrand, in die Oberlaaer Straße 300. Dort wurde AmberMed, ein Ambulatorium für Arme, eingerichtet. Unterkunft und Medikamente stellt das Rote Kreuz, ehrenamtliche Ärzte und Assistenten die evangelische Diakonie. Leiterin Carina Spak seufzt: „Wären wir näher am Zentrum, wir wären noch mehr überlaufen.“

Ärzte behandeln ehrenamtlich

AmberMed. Rasche Hilfe für Patienten ohne Krankenversicherung

Rund 100.000 Menschen in Österreich sind nicht krankenversichert – die meisten von ihnen leben in Wien. AmberMed, ein Projekt von Rotem Kreuz und des Diakonie Flüchtlingsdienstes, bietet in solchen Fällen medizinische Behandlung und soziale Beratung an. Anonym, unbürokratisch und vor allem kostenlos.

Hallo, Nachbarin!

Plötzlich Unruhe. Eine Frau krümmt sich, hält sich den Bauch, sie gleitet vom Sessel auf den Boden herunter, ächzt, stöhnt, jammert. Jetzt liegt sie schon ganz ausgestreckt da, in ihrem langen schwarzen Mantel und abgewetzten Kunststoffslippern, das Kopftuch ist halb verrutscht. Sie wird um die 50 sein, fleckiges Gesicht, zusammengekniffene Augen. Jemand legt ihr eine Jacke unter den Kopf, hält ihr die Hand, eine andere bringt ein Glas Wasser, aber das klagende Stöhnen hört nicht auf.

Mit den Nachbarinnen zum Arzt

Ein neues Wiener Projekt will Frauen mit Migrationshintergrund aus der Isolation holen

Aktiv am Leben in Wien teilhaben. Das ist Christine Scholtens Vision für Frauen mit Migrationshintergrund. Doch für manche dieser Frauen klingt Scholtens Vision wie ein herkulischer Akt. Wie soll man sich ohne Deutschkenntnisse bei den Behörden zurechtfinden? Den Lehrern seiner Kinder klarmachen, warum man nicht zum alljährlichen Elterntag antanzt, da man das Gesagte ohnehin nicht versteht?

Diakonie will Abschaffung der Dublin-Verfahren

Stattdessen "solidarisches Aufnahmesystem" - Derzeit "Wettbewerb der Unzuständigkeiten" in der EU

Wien - Die Diakonie ist für die Abschaffung der sogenannten Dublin-Verfahren, welche die Zuständigkeit bei Asylverfahren bei EU-Staaten regeln. "Was wir derzeit erleben ist ein Wettbewerb der Unzuständigkeiten", kritisierte Christoph Riedl, Leiter des Flüchtlingsdienstes, am Donnerstag in einer Pressekonferenz die derzeitige Praxis. Er schlug stattdessen ein "solidarisches Aufnahmesystem" für Flüchtlinge vor.

Furcht vor Novelle im Fremdenrecht

Eine Ausländerrechtsnovelle steht zum Beschluss an. Dass das neue Amt Betroffenen den Rechtszugang erleichtern wird, bezweifeln Kritiker

Wien - Die Wirkung eines Gesetzes entfaltet sich in seiner Anwendung, weiß Katrin Hulla, Beraterin und Asyl-Grundsatzreferentin der Caritas. Somit wäre es vorteilhaft, wenn ein Regelwerk anwendbar, also verständlich, formuliert sei - anders als beim Fremdenrecht.

NGOs erheben Forderungen für adäquate Asylquartiere

Quartiere zu abgelegen - Nicht einmal Koch-Gelegenheiten - Flüchtlingsheim in Bleiburg, Kärnten

Wien - Diverse Asyl- und Menschenrechtsorganisationen haben sich am Dienstag mit einem gemeinsamen Appell an die Öffentlichkeit gewandt. Konkret verlangen unter anderem Diakonie, Volkshilfe und Asylkoordination eine deutliche Verbesserung der Grundversorgung von Asylwerbern. Bereits gesetzte Schritte wie die Erhöhung der Tagsätze sehen sie nur als Tropfen auf dem heißen Stein.

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