Blogeintrag unseres Zivildieners

Unser Zivildiener berichtet in diesem Blogeintrag über seine laufenden Aufgaben bei Ambermed.

Sehr geehrte Leserinnen, sehr geehrte Leser,

mein Name ist Moritz Kusta und ich bin seit Anfang Oktober 2019 bei Ambermed Zivildiener. Ich habe eine HTL in Wien für Informationstechnologie abgeschlossen und habe mich anschließend entschieden, den Präsenzdienst, dem Dienst beim Bundesheer vorzuziehen. Nachdem ich im 23. Wiener Gemeindebezirk wohne, habe ich mich nach einer Stelle in der Nähe umgesehen und bin dabei auf Ambermed gestoßen. Der Bewerbungsprozess war unkompliziert und ich bin nach einer kurzen Zeit zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden. Glücklicherweise hat sich das Team der Verantwortlichen für mich entschieden und ich kann den Präsenzdienst bei meiner Wunschstelle absolvieren.

Nach einem intensiven Maturasommer mit vielen Reisen und vielen Feierlichkeiten freut man sich, auch als 19-Jähriger natürlich, wenn man wieder einen geregelten Alltag hat. Also bin ich Anfang Oktober zu meinem ersten Arbeitstag zu Ambermed in die Oberlaaerstraße 300-306 gekommen. Ich wusste relativ wenig, was mich erwarten wird und war deswegen ein wenig verunsichert. Das ist auch der Hauptgrund warum ich diesen Text schreibe, um möglichen Nachfolgern von mir eine kleine Übersicht zu geben, wie der Zivildienst hier ist und was ich für Aufgaben während meiner Arbeitszeit habe. Zuallererst möchte ich bei meinen Kolleginnen und Kollegen beginnen. Die meisten Zivildiener beginnen, wie ich direkt nach der Schule und sind sehr unerfahren in der Arbeitswelt. Meine Kolleginnen und Kollegen haben mir am Anfang sehr geholfen und mich tatkräftig unterstützt. Bei Ambermed ist die Situation mit den Präsenzdienern so geregelt, dass sich die neuen Zivildiener mit den „Alten“ überschneiden, um dem Neuen einen leichteren Einstieg zu ermöglichen. Das heißt man startet im ersten Monat mit einem Kollegen der im Idealfall, wie es bei mir war, sein ganzes Wissen bezüglich der Arbeit bei Ambermed mit dem neuen Kollegen teilt und ihm somit einen einfacheren Start beschert.

Jetzt komme ich zu meinen laufenden Aufgaben. Zu unseren Öffnungszeiten kommen sehr viele Patienten zu unseren Ärzten. Wie bei jeder anderen Arztpraxis müssen Patientendaten verwaltet werden, um dem behandelnden Arzt eine Übersicht des Patienten zu geben. Um das machen zu können, müssen wir an der Rezeption neue Patienten eintragen und bestehende Patienten in die Warteliste hinzufügen. Das klingt einfacher als es ist muss ich zugeben. Nachdem es bei uns sehr viele Leute gibt, die aus dem Ausland kommen, müssen wir uns den Patienten anpassen und irgendwie herausfinden, was der Patient vom Arzt braucht. Jedoch haben wir oft Dolmetscher bei uns in der Praxis, die uns dabei dann helfen. Ein weiterer Aufgabenbereich ist es, die Ordinationen für den Betrieb vorzubereiten und nach einem Arbeitstag zu desinfizieren. Grundsätzlich haben wir in der Ordination ein großes Team an Assistentinnen und Assistenten, jedoch kann es trotzdem mal passieren, dass ein Arzt jemanden zum Assistieren braucht. Das ist besonders für Medizininteressierte sehr spannend, kann jedoch auch für Medizinfremde, wie mich extrem spannend sein. Natürlich gibt es auch vereinzelnd Hol und Bring-Dienste, die von uns gemacht werden müssen.

Zu guter Letzt möchte ich zu dem, in meinen Augen, besten Punkt an der Arbeit bei Ambermed kommen. Jeder Zivildiener hat eine andere Ausbildung und andere Stärken, deswegen geht das Team von Ambermed auf die Stärken des Zivildieners ein und gibt jedem eine individuelle Aufgabe. Nachdem ich eine Ausbildung als Informatiker habe, darf ich mich mit IT-Sachen beschäftigen, die mir Spaß machen und gleichzeitig der Ordination sehr hilft. Ich verwalte beispielsweise die Webseite, kümmere mich um kleinere Computerprobleme und bin bei technischen Fragen für die Ärzte, Assistenten und Mitarbeiter da.

 

Ich kann diese Einrichtung für den Zivildienst zu 100 Prozent empfehlen und hoffe, dass ich einen kleinen Überblick über meine Arbeit verschaffen konnte.